Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende!

 

Abschalten jetzt!

Von Heiderose Hoja


Erst das Erdbeben, dann der zerstörerische Tsunami und dann die atomare Katastrophe. Die Schreckensmeldungen aus Japan reißen nicht ab.
Mehrere Explosionen im Kernreaktor Fukushima I, ein rapider Anstieg der Strahlenwerte in Tokio und eine systematische Verschleierungspolitik durch die japanische Regierung und den Kraftwerksbetreiber tepco beherrschen seit Wochen die Medien. Ein Herunterstufen der Sicherheitsstandards folgt auf Drohungen des Industrie- und Wirtschaftsministers gegenüber Feuerwehrmännern den hoch-radioaktiv strahlenden Reaktor im Atomkraftwerk Fukushima I stundenlang mit Wasser zu kühlen, andernfalls drohe ihnen eine Strafe.
Ein unmenschliches Verhalten in einem ohnehin schon unmenschlichen Horrorszenario und das 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Doch wir dürfen nicht einfach wegsehen, sondern müssen weiter streiten und unsere politischen Konsequenzen auch hierzulande aus diesem Unglück ziehen, bevor es zu spät ist.
Die tragischen Ereignisse zeigen uns jetzt erneut auf eindeutige Art und Weise, dass die Atomkraft eine völlig veraltete und störanfällige Technik ist, bei der von Sicherheit bei Weitem nicht die Rede sein kann. Nicht nur vor Erdbeben, sondern auch vor Terroranschlägen sind Atomkraftwerke nicht sicher und bergen ungeheure Risiken für Mensch und Umwelt. Doch nicht nur das: Schon ein einfacher Stromausfall, verursacht durch irgendeine äußere Einwirkung, kann in deutschen Atomkraftwerken dasselbe Unglück passieren lassen, wie es in Japan passiert ist.
Obwohl die schwarz-gelbe Bundesregierung sich langsam von ihrer Sturheit und lobbyhörigen Politik löst, hat sie sich keinen Millimeter bewegt und weicht den wichtigen Fragen der zukünftigen Energieversorgung aus. Das Abschalten einzelner Reaktoren für 3 Monate ist angesichts der katastrophalen Auswirkungen eine Farce und zeugt von mangelndem Respekt gegenüber den betroffenen Strahlenopfern. Die Laufzeitverlängerung ist trotz des Moratoriums nicht zurückgenommen worden und so werden wir noch einige Jahre in ständiger Unsicherheit leben.
Es sei denn, wir ändern es!
Das Märchen von der Atomkraft, ohne die angeblich bei uns die Lichter ausgingen, hat kein gutes Ende. Das weiß jedes Kind.
Deshalb: Weg mit den Laufzeitverlängerungen, weg mit den Schrottreaktoren und weg mit der Atomkraft!

 


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